Kurzumtriebsheckensysteme

Kurzumtriebsheckensysteme sollten eher Längsumtriebsheckensysteme genannt werden. Das Wort ist nicht schön, aber vielleicht fällt jemandem noch ein besseres ein.

Es handelt sich um beliebig breite Heckenstreifen, die in ihrer Mitte einen Fahrweg aufweisen, der mit einem Kleinlaster und Schredder befahren werden kann. Sie werden bestock wie Kurzumtriebsplantagen.

Weiden und Erlen stellen sich in unserer Gegend oft von selbst ein, so daß es sich bald um waldähnliche  Strukturen handelt, die alle Funktionen von Baumhecken erfüllen. Nach etwa 4 - 5 Jahren kann ein erstes mal geerntet werden. Dabei wird die  sonnenabgewandte Seite zuerst eingeschlagen. Dadurch bleibt der andere Heckenstreifen bestehen und kann seine Funktion voll erhalten.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, Holzeinschlag im März vorzunehmen. Dabei tritt oft schon Saft aus den Schnittstellen aus und spült eventuelle anfliegende Pilzsporen aus dem Holz heraus. Nach dem Einschlag werden die Bäume auf beliebige Längen geschnitten und wie auf dem Bild ersichtlich aufgestapelt. So hat der Wind eine optimale Angriffsfläche und der Trocknungsprozeß verläuft schnell.

Zudem treiben bald Blätter aus und ziehen hierdurch den meisten Saft aus dem Holz Dies führt dazu, daß dieses Holz im Jahr des Einschlages verheizt werden kann. Ob als Stückholz oder geschreddert gehört diese Weise der Brennstoffbereitstellung zu den effektivsten Verfahren. Ein Kilogramm Holz enthält etwa 4,3 KW Brennwertäquivalent.